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1973 wurde der „Reitverein Hagen“ gegründet, der seit 2004 unter dem Namen „Reit- und Voltigierverein Am Hallohberg e.V.“ firmiert. Zurzeit zählt der Verein 65 Mitglieder im Alter von 5 bis 50 Jahren. Das Voltigieren gehört zur weniger bekannten Sparte des Reitsports, Breitenwirkung haben nach wie vor das Springen und die Dressur, wie Annika Kommnick, 1. Vorsitzender und Trainerin des „Reit- und Voltigiervereins“ (kurz: RuVV) erläutert. Vor zwei Jahren initiierte der „RuVV“ das Projekt „Voltigieren für Kinder und Erwachsene“, mit dem auch die Generation 50 plus angesprochen wurde. Eltern und Kinder können sich gemeinsam in einem Sportverein engagieren und zusammen trainieren. Und mit diesem Projekt, das in den nächsten Jahren noch optimiert werden soll, bewarb sich der „RuVV“ erfolgreich beim Wettbewerb „Lebenslanges Sporttreiben.“ Das Preisgeld wird in Etappen ausgeschüttet; im ersten Jahr 10.000 Euro, dann 7.500 Euro und zuletzt 5.000 Euro. Der „RuVV“ muss eine Art „Businessplan“ erstellen, aus dem ersichtlich wird, wie die Gelder verwendet werden. 
Ein großer Wunsch wäre natürlich der Kauf eines neuen Pferdes, erklärt Vanessa Berecker, 2. Vorsitzende, Trainerin und Pressewartin des „RuVV“, aber „ausgebildete Voltigierpferde sind unerschwinglich teuer.“ Zurzeit trainieren die Mitglieder mit dem 17jährigen Friese-Haflinger-Mix „Tommy“, der in Privatbesitz ist, und ihrem eigenen 12jährigen Holsteiner „Lexus Balu“; der Hannoveraner „Charlie“ genießt mit seinen stolzen 29 Jahren das Gnadenbrot bei der „RuVV.“ Die Ausbildung eines Voltigierpferdes „dauert mindestens ein Jahr, manchmal auch lebenslänglich“, sagt Annika Kommnick und: „Ein Pferd, das im Training super ist, muss auch bei einem Turnier Nerven behalten.“ Die Anforderungen sind sehr hoch: „Bei einem Turnier läuft das Pferd vier Minuten Galopp mit drei Voltigierern abwechselnd auf dem Rücken.“ Mensch und Pferd müssen sich bei dieser Sportart (Insider sagen kurz „Volti“) absolut aufeinander verlassen können.
Die Figuren, die die Voltigierer in wechselnden Formationen darstellen, gleichen in den Posen denen der Turnerinnen am Schwebebalken: kraftvoll und graziös, elegant und leicht. Und dies beherrschen die Damen der „Turniergruppe L“ des „RuVV“, im Alter von 18 bis 29 Jahren, die jährlich an den Landesmeisterschaften in Schleswig-Holstein und Hamburg teilnehmen, auf ihrem „Balu“ perfekt. Schöne hautenge Kostüme in den Farben weiß/messing gehören natürlich zu diesem Auftritt.
Der „Volti-Nachwuchs“, neun Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren, trainiert derweil engagiert und mit Freuden und unter Anleitung von Trainerin Annika Kommnick auf dem Rücken von „Tommy“, den nichts aus der Ruhe bringen kann.
Weitere Informationen unter:
http://www.ruvv-am-hallohberg.de
Claudia Savelsberg-Lange (NORDEXPRESS vom 26.10.2011)
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